Kreissäge DIY: Couchtisch mit eingelassenen Platten herstellen


Kreissaege DIY: Couchtisch mit eingelassenen Platten herstellen

Ein Couchtisch mit eingelassenen Platten ist ein schönes Projekt für deine Werkstatt. Die Kombination aus einer stabilen Tischplatte und eingelegten Holz-, Metall- oder Dekorelementen wirkt hochwertig und lässt sich an deinen Wohnstil anpassen. Trotzdem gibt es beim Bau einige Punkte, die schnell für Frust sorgen können. Schon die Auswahl des Materials entscheidet darüber, ob sich die Platte später verzieht, sauber bearbeiten lässt oder dauerhaft stabil bleibt.

Besonders anspruchsvoll ist das präzise Ausklinken und Einlassen der Platten. Die Vertiefung darf weder zu groß noch zu tief sein. Bereits kleine Abweichungen können sichtbare Fugen erzeugen. Auch die Führung der Kreissäge verlangt Aufmerksamkeit. Wenn du zum ersten Mal mit einer Handkreissäge oder Tischkreissäge arbeitest, solltest du dich langsam an die benötigten Schnitte herantasten und zunächst an Restholz üben.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du den Couchtisch planst, geeignete Materialien auswählst und die Maße auf die eingelassenen Platten abstimmst. Du lernst, wie du Schnittlinien überträgst, eine sichere Führung für die Kreissäge einrichtest und die Aussparungen schrittweise herstellst. Außerdem geht es um das Verleimen, Schleifen und die richtige Oberflächenbehandlung. So kannst du ein sauberes Ergebnis erreichen, auch wenn du noch keine umfangreiche Werkstattausrüstung besitzt.

Arbeite konzentriert und nimm dir für das genaue Anzeichnen ausreichend Zeit. Bei unsicheren Schnitten, großen Platten oder tragenden Konstruktionen ist professionelle Hilfe sinnvoll. Ein erfahrener Schreiner kann dich bei der Planung unterstützen oder einzelne Arbeitsschritte übernehmen. Besonders bei beschädigtem Holz, unsicheren Elektrowerkzeugen oder fehlender Erfahrung mit verdeckten Schnitten solltest du kein Risiko eingehen.

Werkzeuge, Sägeblätter und Material für den Couchtisch

Für einen Couchtisch mit eingelassenen Platten brauchst du keine komplette Schreinerwerkstatt. Entscheidend sind eine genaue Planung, passende Sägeblätter und eine sichere Führung der Kreissäge. Eine Handkreissäge mit Führungsschiene eignet sich besonders gut für gerade Schnitte in größeren Holzplatten. Für die Vertiefungen arbeitest du in mehreren flachen Durchgängen. So behältst du die Kontrolle und verringerst das Risiko, zu tief in das Material zu schneiden.

Als Grundmaterial eignen sich verleimte Massivholzplatten, Multiplexplatten oder stabile Möbelbauplatten. Massivholz wirkt natürlich, kann sich bei wechselnder Luftfeuchtigkeit aber stärker bewegen. Multiplex ist formstabil und lässt sich gut bearbeiten. Spanplatten sind preiswert, an den Schnittkanten jedoch empfindlicher. Für die eingelassenen Platten solltest du ein Material wählen, das zur Tischplatte passt und sich nicht leicht verzieht. Glas, Metall oder eine dünne Holzplatte benötigen jeweils eine passende Auflage und dürfen nicht lose in der Aussparung liegen.

Element Wann verwenden Vorteile/Nachteile
Handkreissäge mit Führungsschiene Für gerade Längs- und Querschnitte in der Tischplatte Saubere, kontrollierte Schnitte. Die Schiene muss sicher fixiert werden.
Sägeblatt mit feiner Verzahnung Für sichtbare Schnitte in beschichteten Platten oder Massivholz Weniger Ausrisse. Feine Blätter schneiden langsamer und müssen sauber geführt werden.
Sägeblatt mit grober Verzahnung Für schnelle Zuschnitte, wenn die Schnittkante später verdeckt wird Schneller Materialabtrag. Höheres Risiko für Ausrisse.
Tauchsäge Für den kontrollierten Einstieg innerhalb einer markierten Aussparung Gut für Teil- und Innenausschnitte. Erfordert Übung und eine stabile Führung.
Oberfräse mit Fräser Für die endgültige Tiefe und saubere Kanten der Einlassung Sehr präzise und sauber. Schutzbrille, Absaugung und sichere Fräsführung sind notwendig.
Bosch Professional GKT 55 GCE Für präzise Tauchschnitte mit Führungsschiene Geeignet für genaue Arbeiten. Die Anschaffung lohnt sich vor allem bei regelmäßigen Projekten.
Festool TS 60 K mit passendem Sägeblatt Für präzise Zuschnitte und kontrollierte Tauchschnitte Sehr gute Führung und umfangreiches Zubehör. Preislich eher für häufige Nutzung interessant.
Multiplexplatte Wenn eine formstabile Tischplatte für den Innenbereich gefragt ist Stabil und relativ verzugsarm. Die Kanten bleiben sichtbar und sollten sauber geschliffen werden.
Verleimte Massivholzplatte Für eine natürliche Optik und sichtbare Holzstruktur Hochwertige Wirkung. Muss konstruktiv so befestigt werden, dass Holzbewegungen möglich bleiben.

Verwende nur Sägeblätter, die zum Material und zur Maschine passen. Die auf dem Blatt angegebene maximale Drehzahl darf nicht überschritten werden. Prüfe vor jedem Schnitt, ob das Werkstück sicher aufliegt und die Führungsschiene nicht verrutschen kann. Deine Hände müssen außerhalb des Schnittbereichs bleiben. Eine Schutzbrille und ein Gehörschutz gehören zur Grundausstattung. Bei staubenden Materialien ist eine geeignete Absaugung sinnvoll.

Für die Einlassung zeichnest du die Kontur zuerst sorgfältig an. Bohre bei Bedarf kleine Startlöcher in den später verdeckten Bereichen. Schneide nicht sofort auf Endtiefe. Mehrere flache Durchgänge sind genauer und schonen das Werkzeug. Wenn die Aussparung sichtbar bleibt oder eine Glasplatte aufnehmen soll, solltest du die letzten Millimeter mit der Oberfräse oder einem scharfen Stechbeitel nacharbeiten. So erreichst du eine gleichmäßige Auflage ohne unnötig große Fugen.

Die beste Kombination für Einsteiger ist eine Handkreissäge mit Führungsschiene, ein geeignetes Feinzahnblatt und eine einfache Frässchablone. Arbeite langsam, kontrolliere die Tiefe nach jedem Durchgang und teste die Passung zunächst an einem Reststück.

Couchtisch mit eingelassenen Platten Schritt für Schritt bauen

Plane den Tisch zuerst vollständig auf Papier oder in einer Zeichnung. Ein Beispielmaß für einen kompakten Couchtisch sind 100 × 60 cm bei einer Tischplattenstärke von 24 bis 30 mm. Für eine eingelassene Platte kannst du eine Aussparung von 40 × 25 cm vorsehen. Die Vertiefung sollte etwa 6 bis 8 mm tief sein, wenn eine 6 mm starke Dekorplatte bündig mit der Oberfläche abschließen soll. Prüfe die Maße immer an einem Reststück. So erkennst du Fehler, bevor die eigentliche Tischplatte beschädigt wird.

  1. Material auswählen und Tisch planen. Verwende eine formstabile Multiplexplatte oder eine verleimte Massivholzplatte. Für einen stabilen Tisch kannst du die Platte 100 × 60 cm groß zuschneiden. Plane die Position der eingelassenen Platte mit ausreichend Abstand zu den Außenkanten. Ein Rand von mindestens 8 bis 10 cm wirkt ausgewogen und verringert die Gefahr, dass die Tischplatte an dieser Stelle instabil wird.
  2. Arbeitsplatz vorbereiten. Lege die Tischplatte auf eine ebene, stabile Unterlage. Verwende Opferleisten oder eine geeignete Arbeitsplatte, damit das Sägeblatt nicht in den Boden schneidet. Befestige das Werkstück mit Zwingen. Kontrolliere, dass keine Zwinge im Weg der Kreissäge liegt. Trage Schutzbrille und Gehörschutz. Eine Absaugung reduziert den Holzstaub.
  3. Tischplatte zuschneiden. Übertrage die Außenmaße sorgfältig auf das Holz. Richte die Führungsschiene an der tatsächlichen Schnittlinie aus. Berücksichtige dabei den Abstand zwischen Sägeblatt und Führungskante. Schneide mit gleichmäßigem Vorschub und ohne Druck. Prüfe nach jedem Schnitt das Maß und kennzeichne die Sichtseite, damit du sie beim weiteren Bearbeiten nicht verwechselst.
  4. Aufnahme anzeichnen. Markiere die Aussparung mit einem Streichmaß, Winkel und Bleistift. Miss von mehreren Kanten aus, damit sich kein Übertragungsfehler einschleicht. Für eine Platte von 400 × 250 mm kann die Aufnahme zunächst 2 bis 3 mm größer angezeichnet werden. Diese zusätzliche Toleranz erleichtert das Einpassen. Soll die Platte später fest verklebt werden, genügt eine kleine Fuge von etwa 1 mm pro Seite. Bei herausnehmbaren Einlagen darf das Spiel etwas größer sein.
  5. Schnitttiefe einstellen. Stelle die Kreissäge auf eine geringe Schnitttiefe ein. Bei einer geplanten Vertiefung von 7 mm arbeitest du zunächst mit etwa 3 bis 4 mm. Prüfe, ob die Säge sicher geführt wird und die Grundplatte nicht über die Markierung hinausläuft. Für Innenbereiche ist eine Tauchsäge besonders geeignet. Eine gewöhnliche Kreissäge darf nur verwendet werden, wenn der Einstieg und die Führung sicher beherrscht werden.
  6. Aussparung schrittweise herstellen. Schneide mehrere parallele Bahnen innerhalb der markierten Fläche. Die Abstände können bei 10 bis 15 mm liegen. Setze die Säge nicht direkt auf der Endlinie an. Lasse einen schmalen Materialsteg stehen und entferne ihn anschließend vorsichtig. So verhinderst du, dass das Sägeblatt in die sichtbare Kante läuft. Kontrolliere die Tiefe mit einem Stahllineal oder Messschieber.
  7. Kanten sauber nacharbeiten. Eine Oberfräse mit Führungsschablone liefert die sauberste Kante. Stelle sie auf die gewünschte Endtiefe ein und arbeite in mehreren flachen Durchgängen. Alternativ kannst du die stehen gebliebenen Stege mit einem scharfen Stechbeitel entfernen. Arbeite dabei immer vom sichtbaren Rand weg. Runde die Kanten leicht oder schleife sie mit feinem Schleifpapier, damit die Einlage später nicht an scharfen Stellen beschädigt wird.
  8. Einlegeplatte anpassen. Übertrage die Innenmaße auf die Einlegeplatte und schneide sie ebenfalls mit Führungsschiene zu. Prüfe die Passung an allen vier Seiten. Die Platte sollte plan aufliegen und nicht kippeln. Bei Holz müssen die möglichen Bewegungen durch Feuchtigkeit berücksichtigt werden. Eine Massivholz-Einlage sollte deshalb nicht starr rundum verleimt werden.
  9. Gestell montieren. Baue das Untergestell aus Kanthölzern, fertigen Tischbeinen oder zugeschnittenen Platten. Richte alle Teile aus und verschraube sie vor dem endgültigen Anziehen. Bohre in der Tischplatte vor, damit das Holz nicht ausreißt. Bei Massivholz verwendest du längliche Befestigungsbohrungen oder spezielle Tischplattenverbinder. Dadurch kann das Holz arbeiten, ohne sich zu verziehen.
  10. Schleifen und Oberfläche schützen. Schleife die Tischplatte zunächst mit Körnung 120 und anschließend mit 180 oder 240. Entferne den Schleifstaub gründlich. Trage Öl, Hartwachsöl oder einen geeigneten Klarlack nach Herstellerangabe auf. Teste das Finish vorher an einem Reststück. Setze die eingelassene Platte erst nach der Oberflächenbehandlung ein, wenn sie nicht fest verklebt werden soll.
  11. Endkontrolle durchführen. Prüfe, ob der Tisch sicher steht, die Einlage bündig sitzt und keine Schrauben hervorstehen. Kontrolliere außerdem alle Kanten und die Stabilität des Gestells. Wenn die Aussparung zu tief geraten ist, kannst du eine dünne Unterlage oder eine passend zugeschnittene Trägerplatte einsetzen. Bei größeren Fehlern an tragenden Teilen ist es besser, das Bauteil auszutauschen oder einen Schreiner um Rat zu fragen.

Nimm dir besonders für das Anzeichnen und die Einstellung der Schnitttiefe Zeit. Mehrere flache Arbeitsgänge führen meist zu einem saubereren Ergebnis als ein tiefer Schnitt. So bleibt die Kreissäge kontrollierbar und die Einlegeplatte erhält eine gleichmäßige, stabile Auflage.

Sicherheit beim Arbeiten mit der Kreissäge

Beim Bau eines Couchtisches darfst du die Risiken der Kreissäge nicht unterschätzen. Auch ein kurzer Schnitt kann schwere Verletzungen verursachen. Lies vor der Arbeit die Bedienungsanleitung deiner Maschine und prüfe, ob alle Schutzeinrichtungen montiert und funktionsfähig sind. Die Schutzhaube muss sich frei bewegen. Entferne sie niemals, um eine Aufnahme schneller auszuklinken.

Rückschlag vermeiden

Ein Rückschlag entsteht, wenn sich das Sägeblatt im Werkstück verklemmt. Die Säge kann dann plötzlich in deine Richtung springen. Lege das Holz so auf, dass der Schnitt offen bleibt und das Werkstück nicht gegen das Sägeblatt drückt. Verwende eine passende Führungsschiene oder einen stabilen Anschlag. Halte beide Hände an den vorgesehenen Griffen und niemals vor dem Sägeblatt. Ziehe die Säge erst vom Werkstück weg, wenn das Blatt vollständig stillsteht.

Werkstück sicher befestigen

Spanne die Tischplatte mit geeigneten Zwingen fest. Sie darf sich während des Sägens nicht verschieben oder kippen. Prüfe vor dem Einschalten, ob die Zwingen, Kabel und Führungsschiene außerhalb des Schnittwegs liegen. Unterstütze große Platten an beiden Seiten. So verhinderst du, dass der Schnitt am Ende zuschnappt. Halte das Werkstück niemals mit der Hand fest, während du sägst.

Staub, Lärm und persönliche Schutzausrüstung

Beim Schneiden und Fräsen entsteht feiner Holzstaub. Schließe die Maschine an eine geeignete Staubabsaugung an und trage bei Bedarf eine Atemschutzmaske der Klasse FFP2 oder höher. Eine Schutzbrille schützt deine Augen vor Spänen. Gehörschutz ist bei längeren Arbeiten mit Kreissäge und Fräse wichtig. Trage eng anliegende Kleidung und entferne Schmuck. Lange Haare müssen zusammengebunden werden.

Elektrik und Montage beachten

Kontrolliere Kabel, Stecker und Verlängerungen vor jeder Nutzung. Beschädigte Leitungen gehören nicht in die Werkstatt. Schalte die Maschine aus und ziehe den Netzstecker, bevor du das Sägeblatt wechselst, die Tiefe einstellst oder eine Blockade löst. Bei Akku-Geräten entfernst du den Akku. Lass die Maschine nicht unbeaufsichtigt laufen. Beim Zusammenbau des Tisches achtest du auf vorstehende Schrauben, scharfe Kanten und eine stabile Verschraubung. Prüfe den Tisch am Ende auf sicheren Stand. Wenn du bei einem Arbeitsschritt unsicher bist, unterbrich die Arbeit und hole fachkundige Hilfe.

Typische Probleme beim Bau des Couchtisches lösen

Beim Arbeiten mit der Kreissäge und beim Einpassen der Platten können kleine Abweichungen schnell sichtbar werden. Prüfe deshalb zuerst die Ursache, bevor du Material entfernst oder die Aussparung vergrößerst. Die folgende Tabelle hilft dir, typische Fehler einzuordnen und direkt zu beheben.

Problem Wahrscheinliche Ursache Lösung/Workaround
Der Schnitt verläuft schief oder weicht vom Anriss ab. Die Führungsschiene wurde nicht korrekt ausgerichtet oder hat sich verschoben. Auch ein ungleichmäßiger Vorschub kann die Ursache sein. Richte die Schiene an der tatsächlichen Schnittlinie aus und fixiere sie mit Zwingen. Prüfe den Abstand zwischen Schienenkante und Sägeblatt. Führe die Säge langsam und ohne seitlichen Druck.
Die eingelassene Platte sitzt zu locker. Die Aufnahme wurde zu groß angelegt oder die Maße der Einlage wurden nicht an mehreren Stellen kontrolliert. Bei einer herausnehmbaren Platte kannst du schmale Leisten oder dünne Furnierstreifen an den Seiten einsetzen. Für eine feste Lösung eignet sich ein passender Rahmen. Vergrößere die Aussparung nicht weiter.
Die Platte passt nicht in die Aufnahme. Die Aussparung ist zu klein, nicht rechtwinklig oder an einzelnen Stellen noch uneben. Markiere die klemmenden Stellen mit Bleistift. Nimm das Material schrittweise mit Oberfräse, Stechbeitel oder Schleifklotz ab. Prüfe die Passung nach jedem Arbeitsgang. Plane rundum etwa 1 mm Spiel ein, wenn die Einlage herausnehmbar bleiben soll.
Die Schnittkante ist ausgefranst oder das Holz splittert. Das Sägeblatt ist stumpf oder zu grob. Ein fehlender Vorritzschnitt und eine zu hohe Vorschubgeschwindigkeit können Ausrisse verstärken. Verwende ein scharfes Sägeblatt mit feiner Verzahnung. Klebe Malerkrepp über die Schnittlinie und zeichne darauf an. Unterstütze die Platte nahe am Schnitt und arbeite mit gleichmäßigem Vorschub. Sichtkanten kannst du anschließend leicht schleifen.
Das Finish wirkt fleckig oder die Oberfläche fühlt sich rau an. Die Holzoberfläche wurde unterschiedlich stark geschliffen oder der Schleifstaub nicht vollständig entfernt. Auch ein ungleichmäßiger Auftrag kann Flecken verursachen. Schleife die Fläche gleichmäßig mit Körnung 120 und anschließend mit 180 oder 240. Entferne den Staub gründlich. Teste Öl, Hartwachsöl oder Lack zuerst an einem Reststück und trage dünne, gleichmäßige Schichten auf.

Arbeite bei Korrekturen immer in kleinen Schritten. Eine zu große Aussparung oder ein zu stark abgetragenes Kantenstück lässt sich nur schwer unauffällig reparieren. Kontrolliere Maße und Passung daher regelmäßig mit Winkel, Lineal und Restmaterial.

Zeit- und Kostenaufwand realistisch planen

Wie lange und wie teuer der Couchtisch wird, hängt vor allem von deiner Werkzeugausstattung, dem Material und der gewünschten Oberfläche ab. Wenn du viele Geräte bereits besitzt, bleiben die Ausgaben überschaubar. Musst du dagegen eine Führungsschiene, ein passendes Sägeblatt oder eine Oberfräse neu kaufen, steigt das Budget deutlich.

Zeitaufwand

Für einen einfachen Couchtisch mit einer Tischplatte von etwa 100 × 60 cm solltest du als Anfänger insgesamt 12 bis 20 Arbeitsstunden einplanen. Davon entfallen ungefähr zwei bis drei Stunden auf Planung und Einkauf. Der Zuschnitt und das Anzeichnen dauern meist zwei bis vier Stunden. Für das Herstellen der Aufnahme kommen je nach Werkzeug und Genauigkeit weitere zwei bis vier Stunden hinzu. Montage, Schleifen und das Finish benötigen zusammen etwa vier bis acht Stunden. Trocknungszeiten von Öl, Hartwachsöl oder Lack kommen zusätzlich hinzu und können ein bis mehrere Tage betragen.

Mit Erfahrung und gut eingerichteter Werkstatt ist das Projekt oft in 6 bis 10 Arbeitsstunden zu schaffen. Dazu gehören trotzdem mehrere kurze Pausen und sorgfältige Kontrollen. Bei Massivholz, mehreren eingelassenen Platten oder einem aufwendigeren Gestell verlängert sich die Arbeitszeit. Plane außerdem einen zusätzlichen halben Tag für Nacharbeiten ein. Besonders bei der ersten Einlassung solltest du nicht unter Zeitdruck arbeiten.

Kosten

Im Low-Budget-Bereich von etwa 100 bis 180 Euro verwendest du eine einfache verleimte Holzplatte oder Multiplex, günstige Tischbeine und eine vorhandene Kreissäge. Für Schrauben, Holzleim, Schleifpapier, Malerkrepp und ein einfaches Öl fallen meist 20 bis 40 Euro an. Ein passendes Sägeblatt kann zusätzlich etwa 20 bis 50 Euro kosten. Bei der eingelassenen Platte sparst du, wenn du einen vorhandenen Holzrest verwendest.

Ein realistisches mittleres Budget von 180 bis 350 Euro umfasst eine hochwertigere Tischplatte, stabile Tischbeine, eine dekorative Einlage und ein gutes Finish. Für Beschläge, Schrauben und Verbrauchsmaterial solltest du etwa 30 bis 70 Euro einplanen. Eine Oberfräse oder eine passende Führungsschiene kann das Budget erhöhen, falls diese Werkzeuge noch fehlen.

Im höheren Kostenbereich ab etwa 350 Euro liegen große Massivholzplatten, hochwertige Metall- oder Glaseinlagen und professionelle Oberflächenprodukte. Auch Markenwerkzeuge wie eine Tauchsäge von Festool oder eine Führungsschiene von Bosch Professional können den Gesamtpreis deutlich steigern. Vergleiche deshalb vor dem Einkauf, welche Geräte du wirklich benötigst. Für ein einzelnes Projekt kann es günstiger sein, eine Oberfräse oder Tauchsäge auszuleihen.

Rechne zusätzlich mit einem Puffer von etwa 10 bis 15 Prozent für Verschnitt, Ersatzmaterial und unerwartete Korrekturen. So bleibt deine Budgetplanung realistisch, ohne dass du bei wichtigen Sicherheits- oder Qualitätsmerkmalen sparen musst.

Häufige Fragen zum eingelassenen Couchtisch

Welches Sägeblatt eignet sich für die Tischplatte?

Für sichtbare Schnitte eignet sich ein scharfes Sägeblatt mit feiner Verzahnung. Bei Massivholz oder Multiplex liefern etwa 40 bis 60 Zähne ein sauberes Schnittbild. Für verdeckte Zuschnitte kannst du auch ein gröberes Blatt verwenden. Achte immer darauf, dass Durchmesser, Bohrung und maximale Drehzahl zum Sägegerät passen.

Wie lassen sich Ausrisse und Splitter vermeiden?

Verwende ein scharfes Sägeblatt und fixiere die Tischplatte sicher auf einer ebenen Unterlage. Malerkrepp über der Schnittlinie kann die Fasern zusätzlich zusammenhalten. Führe die Säge langsam und gleichmäßig, ohne seitlichen Druck. Bei beschichteten Platten hilft es außerdem, die Sichtseite passend zur Drehrichtung des Sägeblatts zu positionieren.

Wie viel Spiel braucht die eingelassene Platte?

Das passende Spiel hängt davon ab, ob die Einlage fest sitzen oder herausnehmbar bleiben soll. Für eine herausnehmbare Platte sind etwa 1 mm Luft pro Seite meist ein guter Ausgangspunkt. Bei einer festen Einlage darf die Fuge kleiner ausfallen, sofern das Material kaum arbeitet. Massivholz braucht mehr Bewegungsfreiheit als Glas, Metall oder eine formstabile Holzwerkstoffplatte.

Welches Finish eignet sich für den Couchtisch?

Hartwachsöl betont die Holzstruktur und lässt sich bei kleinen Schäden meist einfach ausbessern. Lack bildet eine geschlossenere Schutzschicht und eignet sich gut, wenn der Tisch häufig genutzt wird. Schleife die Oberfläche vor dem Auftrag gleichmäßig und entferne den Staub vollständig. Teste jedes Finish zuerst an einem Reststück, da Holzarten und Einlagen die Wirkung verändern können.

Welche Alternativen gibt es zur Kreissäge?

Für gerade Zuschnitte kannst du eine Tischkreissäge oder eine Kapp- und Gehrungssäge verwenden, sofern das Werkstück sicher aufliegt. Eine Oberfräse eignet sich besonders gut, um die Aufnahme für die Einlage sauber und gleichmäßig herzustellen. Für kleinere Aussparungen ist auch eine Stichsäge möglich, allerdings werden die Kanten meist weniger gerade. Bei sehr präzisen oder großen Platten kann der Zuschnitt im Holzhandel eine sinnvolle Alternative sein.